Archiv der Kategorie 'Uncategorized'

Umzug

Nach wenigen Monaten, in denen ich meinen Spaß am bloggen auf dieser Seite ausgetestet habe, ist das druckkopfkino jetzt auf eine eigene Seite gezogen. Wer dem Link folgt landet direkt auf der neuen Seite blog.druckkopfkino.de. Außer der Adressänderung erwartet den Leser keine überraschende Neuerung. Das druckkopfkino enthält immer noch meine Ansichten zu aktuellen medientechnologischen Entwicklungen und Einsichten in meine Arbeit. Und es sieht immer noch so aus wie bisher – zumindest für die nächsten Wochen.

Ich freue mich darauf, euch auf druckkopfkino wieder zu sehen…

theoretisch ist es ja so…

Das Wochenende habe ich mit dem Runtertippen der für die Diplomarbeit benötigten Theorie verbracht. Wie üblich teile ich auch diesen Schritt mit meinen Lesern. Aus Zeitgründen findet sich die Diplomtheorie nahezu unformatiert als planer Text auf dieser Seite.

Wer bisher nicht verstanden hat, worum sich das ganze hier dreht findet in fünftausendsiebenhundertirgendwas Wörtern eine ganz grobe Erklärung des ganzen. Kritik an meiner Orthographie akzeptiere ich dankend.

Erics Neunzehn

Nachdem die Entwicklung der Synchronopse weitestgehend beendet ist, arbeite ich gerade daran die wichtigsten Aussagen, mit denen ich meine Rezipienten konfrontieren will, in einen schönen Container zu packen. Um mir meiner wichtigsten Aussagen wieder bewusst zu werden und mich ein wenig heiß zu machen, lese ich mir viele alte Niederschriften durch. Unter Ihnen finden sich Eric Raymond’s neunzehn Regeln aus seinem Text The Cathedral and the Bazaar, einer Abhandlung über Softwareentwicklung nach dem Open-Source-Prinzip. Der Text ist an der Entwicklung einiger Open-Source-Projekte aufgezogen, aus denen er allgemeine Beobachtungen ableitet. Die Regeln fungieren als Eckpfeiler seiner Beobachtungen. Überraschend ist, wie gut einige davon auch in ein Handbuch für gute Gestaltung passen würden. Spätestens bei Regel drei, wisst ihr, was ich meine.

1. Every good work of software starts by scratching a developer’s personal itch.
2. Good programmers know what to write. Great ones know what to rewrite (and reuse).
3. Plan to throw one away; you will, anyhow.“ (Fred Brooks, The Mythical Man-Month, Chapter 11)
4. If you have the right attitude, interesting problems will find you.
5. When you lose interest in a program, your last duty to it is to hand it off to a competent successor.
6. Treating your users as co-developers is your least-hassle route to rapid code improvement and effective debugging
7. Release early. Release often. And listen to your customers.
8. Given a large enough beta-tester and co-developer base, almost every problem will be characterized quickly and the fix obvious to someone. (Linus’s Law)
9. Smart data structures and dumb code works a lot better than the other way around.
10. If you treat your beta-testers as if they’re your most valuable resource, they will respond by becoming your most valuable resource.
11. The next best thing to having good ideas is recognizing good ideas from your users. Sometimes the latter is better
12. Often, the most striking and innovative solutions come from realizing that your concept of the problem was wrong.
13. „Perfection (in design) is achieved not when there is nothing more to add, but rather when there is nothing more to take away.“
14. Any tool should be useful in the expected way, but a truly great tool lends itself to uses you never expected.
15. When writing gateway software of any kind, take pains to disturb the data stream as little as possible—and never throw away information unless the recipient forces you to!
16. When your language is nowhere near Turing-complete, syntactic sugar can be your friend.
17. A security system is only as secure as its secret. Beware of pseudo-secrets.
19. Provided the development coordinator has a communications medium at least as good as the Internet, and knows how to lead without coercion, many heads are inevitably better than one.

die Welt in Bildern

Um dem Gehirn eine leicht zu dekodierendes Element in der Synchronopse zu geben, werden zu den gesammelten abstrakten Linien noch ausgewählte Bildelemente eingefügt. Konturen von bekannten Motiven, die sich ins kollektive Gedächtnis der Menschheit eingebrannt haben, werden den Jahren zugeordnet, in denen die Bilder entstanden sind.

Bilder, die noch auf Konvertierung in Pfade warten folgen diesen Zeilen. Über Anregungen bin ich wie immer äußerst erfreut. Im gleichen Zeit nehme ich auch Zeit an, die ich benutzen kann um die Bilder in Outlines zu konvertieren.

as time goes by

Internet im Brockhau

Die Zeit zwischen den Tagen verbringe ich in München, dort wo Familie und jede Menge Freunde wohnen. Die Arbeit am Diplom kann derweil natürlich nicht schlafen. Die letzten Tage habe ich viel Zeit damit verbracht, die von mir im Internet recherchierten Daten zur Mediengeschichte in einschlägigen Nachschlagewerken gegen zu checken.

Mit einschlägigen Nachschlagewerken meine ich vor allem die 19. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie in 24 Bänden. Mit Ledereinband und Goldbeschichtung. Aus eben jenem stammt das Foto am oberen ende dieses Beitrags. Der erste, der errät, welchen Begriff ich zwischen „interner Zinssatz“ und“interne Wellen“ gehofft hatte zu finden, bekommt einen Gutchein für das erste druckkopfkino-T-Shirt — sollte es jemals eins geben.

Auch wenn die 19. Auflage auf das Jahr 1989 datiert ist, bin ich doch etwas verwundert, dass der gesucht Begriff gar nicht auftaucht. Abgesehen über Lücken in Enzyklopedien konnte ich in den letzten Tagen folgendes lernen:
(1.) Wikipedia ist akkurater als die weit verbreitete Meinung sich zugeben traut. Von den 80 Daten habe ich nur zwei um jeweils ein Jahr korrigiert. Und beide Fälle waren „in dubio pro Druck“-Entscheidungen
(2.) Gedruckte Enzyklopädien sind unglaublich umständlich. Ohne die Möglichkeit des Hyperlinks wird weiteres Nachschlagen zu einer ewigen Aufgabe des Blätterns und Bücher aus dem Regal Ziehens. Ich sage nur „Telefon siehe ->Fernsprecher.“
(3.) Das Wikipedia-Phänomen gab es schon immer. Auf der Suche nach Druck wird der neugierig Suchende auch die Artikel zu Dromedar und Dreyfussaffäre lesen.

Schritt für Schritt

558 Jahre Medienentwicklung auf 480 Pixel

558 Jahre Medienentwicklung auf 480 Pixel Breite: ^So sieht’s aus.^
Wer mit dem hauptsächlich schwarzen Bild nichts anfangen kann: Auf einer Zeitleiste von links nach rechts sind bedeutende technologische Entwicklungen aufgetragen, die für menschliche Kommunikation von Relevanz ist. Jede Entwicklung wird durch einen Strich dargestellt. Jede Entwicklung eine Zeile länge als die Vorhergehende. Ausschlaggebend für diie Jahreszahl ist eher das Jahr der Marktreife, denn das Jahr der theoretischen Entwicklung, und eher für den europäischen Kontinent, denn für den Rest der Welt (Asien hat eine sehr lange Zeit eine parallele, unabhängige Entwicklung durchschritten). Wie man sehen kann, häufen sich die Errungenschaften im letzten Viertel.

Wer einen Klick wagt, darf eine größere Version der Grafik sehen – wenn er erwarten kann, bis die 2 MB herunter geladen sind… Dort kann man noch eine kleine Anzahl ausgewählter Kulturgeschichtlicher Ereignisse erkennen.
Wollt ich mal hergezeigt haben. Wem es zu müssig ist das Bild runterzuladen, dem seien die Daten hier als Liste gegeben. Fehlt was?

1450 Buchdruck mit beweglichen Lettern
1605 Zeitung
1712 Dampfmaschine
1748 metallene Schreibfeder
1783 Heißluftballonflug
1826 Fotografie
1832 Strom
1935 Tonband
1835 erste Zugfahrt
1837 Morsetelegraph
1853 Streckennetz zwischen den größten Städten vorhanden
1864 Fahrrad
1865 Fax
1866 Transatlantiktelegrafie
1876 Telefon
1876 Ottomotor
1979 elektrische Straßenbahn
1880 Edissons Glühlampe
1881 erste telefonischen Stadtnetze 1881
1887 Grammophon
1887 erste Autoproduktion
1888 Rollfilmkamera, Filmentwicklungsservice
1891 erste kontrollierte Flüge
1895 Omnibus
1895 Cinematoghraph
1900 Starrrluftschiff
1919 Verkehrsflugzeug
1919 regelmäßige Radioprogramme
1928 Leuchtstofflampe
1928 Start des Fernsehens
1936 Foto-Farbfilm
1937 Zuse Z1, erster Computer
1938 Kugelschreiber
1943 Langstrecken und Transkontinental-Verkehrsflugzeug
1946 ENIAC, erster digitaler, elektronischer Rechner
1948 Vinyl-Schallplatte
1952 A-Netz
1962 LED
1963 Compact Cassette
1969 ARPANET
1969 Erstflug der Boing 747
1973 Magnetschwebebahn
1973 Xerox Alto, erster PC
1976 kommerzielle Digitalkamera
1976 VHS
1978 TCP/IP
1979 Tabellenkalkulation
1981 Compact Disc
1982 Laptop
1984 Email, Deutschland
1986 erste kommerzielle ISP
1990 Photoshop 1.0
1991 miniDisc
1991 D-Netz / GSM
1993 CD-Brenner
1995 mp3
1995 Canon EOS DCS3, DSLR
1995 GPS (Global Positioning System=)
1995 DVD
1996 APS (Advanced Foto System)
1996 Powershot 600 (erste Powershot)
1998 Start von google
2000 Dial-Up-Flatrate
2000 Fotohandy
2001 Wikipedia
2001 bluetooth
2002 Blue-ray Disc
2003 myspace
2004 UMTS
2004 flickr
2004 erste deutsche Telefonflat
2005 youtube
2006 Canon EOS 400D (belilebteste D-SLR bei flickr)

diplomieren ist schwer

Jeden der letzten fünf Tage habe ich angefangen mit der Hoffnung anstehende Aufgaben zu erledigen um tagesabschließend an meinem blog zu arbeiten. So richtig schön ist er noch nicht und voller könnt’ er auch sein. Die Aufgaben des Tages wurden dadurch geprägt, dass am Mittwoch die Themenausgabe der Diplomarbeit ansteht. Der Termin markiert die offizielle Bearbeitungszeit des Diploms. An spätestens diesem Tag wollte ich mit der Recherche durch sein und mit den von mir angekündigten Gestaltungsexperimenten beginnen. Gleichzeitig ist es auch der Tag an dem der endgültige Titel der Arbeit festgelegt wird.

„Wie jetzt endgültig?“

Der Titel, den ich MIttwoch angebe, wird auf meinem Diplomzeugniss stehen. Das Dokument, dass ich in Kopie einem möglichen, zukünftigen Arbeitgeber zukommen lass. Dieser Termin hat mich in Unsicherheit gestürzt. Ich bin – natürlich – mit meiner Arbeit noch nicht so weit, wie ich zu diesem Zeitpunkt sein wollte. Einen Titel für die Arbeit hab ich auch noch nicht. Auf den mag ich mich auch nicht festlegen, schließlich weiß ich noch nichtmal wie die Arbeit genau aussehen wird. Und damit sind wir beim größten Problem. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Experimente, die momentan als Ideen im Raum stehen, sowohl genug Innovationscharakter haben als auch von mir in einer angemessenen Qualität zum Abschluss gebracht werden können.

Deswegen habe ich einen Großteil der letzten Tage darauf verwandt, die Arbeit neu zu gewichten: Weniger Experimente sollte sie haben, dafür umso mehr die Faszination der Turing-Galaxis darstellen. Das Thema „Turing-Galaxis“ sollte Inhalt der Arbeit werden, aufbereitet  um möglichst viele Menschen zu faszinieren. Blöderweise habe ich in meinem Hemdärmel auch kein ausgereiftes Konzept, wie letzteres umzusetzen/darzustellen sei. Das verunsicherte mich, ob eine Neugewichtung überhaupt sinnvoll sei.

Jetzt sitz ich hier vor meinem Rechner und weiß nicht recht was ich mit dem Thema mache, an dem ich seit Monaten recherchiere? Experimente? Theoretische Aufarbeitung? Die ganze Sache in die Tonne treten und von vorn anfangen mit einem anderen Thema? Junge, ich beginne echt an mir zu zweifeln.

Zum Glück hab ich Freunde, die vor mir durch das Diplomtal gegangen sind. Von denen habe ich erfahren, dass genau diese Zweifel am eigenen Fortschritt Teil jeder Diplomarbeit sind. Das beruhigt mich, gibt jedoch keine Antwort. Denn leider ist keiner dieser Freunde Gestalter. Von Erfahrungen, die meine Kommunikationsdesign-Kollegen während ihres Diploms gemacht habe, habe ich bisher sehr wenig gehört. Schade. Ließt zufällig jemand diesen Blog, der ein K-Design Diplom in der Tasche hat? Wie ging’s euch als es losging? Wie lautet der offizielle Titel eurer Arbeit? Macht der Titel überhaupt einen Unterschied. Und was zur Hölle mache ich mit meinem Thema?

die Geschichte von tausend und einem Fan

Den Kopf auszulüften war eine gute Idee. So konnte mich Kevin Kellys Idee über die Vorteile von 1000 wahren Fans begeistern motivieren wie Applaus einen Schauspieler auf der Bühne.

Unter einem wahren Fan versteht er dabei jemanden, der jede Neuigkeit über einen bestimmten Künstler aufsaugt, alle seine Werke auswendig kennt, weite Fahrten zu dessen Ausstellung/Konzert/… in Kauf nimmt und die Weapons-Grade Plutonium-Edition eines Albums kauft, obwohl er die Songs umsonst bekommen kann. 1000 wahre Fans, so Kevin, reichen einem Künstler aus, um seinen Lebensunterhalt mit seiner Kunst zu verdienen. 1000 wahre Fans zu erhalten, heißt aber auch, täglich mit Ihnen in Kontakt zu treten, in welcher Form auch immer. 1000 wahre Fans seien zu wenig, sagen die einen. 1000 wahre Fans seien zu viel, sagen die anderen. Meiner Nase nach sollen sie über die genaue Anzahl streiten. Kevin relativiert diese Zahl in seinem Beiträg selbst, die Zahl sei ein Annäherungswert und zähle nur für eine Person, eine Band von zwei Mitgliedern brauche schon doppelt so viel, ein Manager zählt in diesem Sinne als zusätzlicher Künstler, die Zahl variiert für verschiedene Bereiche der Kunst, …

Die Rechnung ist offensichtlich zu einfach um einer betriebswirtschaftlichen Untersuchung stand zu halten. Der gesamte Text hat mich dennoch aus verschiedenen Gründen motiviert:
erstens Kevin beschreibt eine wirtschaftliche Nische zwischen Top100-Hit und Bedeutungslosigkeit, in der Künstler überleben können. Dabei muss dieser wesentliche Teile seiner Zeit für den Kontakt mit seinen Geldgebern verwenden, hat dafür aber die Möglichkeit frei von Verträgen seine Kunst zu machen.

zweitens Normalerweise finden sich in Texten über die Vermarktung von Kunst ausschließlich Beispiele aus dem Bereich der Musik. Kevin schreibt auch von Fotografen und darstellenden Künstlern und deren Beziehung zu Galeristen.

drittens Er spricht allerdings immer von Artisans, Künstlern, nicht von Designern. Eine der großen Unterschiede von Kunst und Design ist offensichtlich die Art, auf der beide Berufsgruppen ihre Geld verdienen. Designer geben sich nicht wie Künstler mit dem direkten Verkaufsverhältniss zum Endkunden ab, sondern scheinen ausschließlich b2b zu betreiben.

und Franzosen, Italiener, Portugiesen, Spanier, Japaner und Juden interessieren sich für die Thematik so sehr dass sie den Text freiwillig in ihre Sprache übersetzen. Deutsche nicht.

Jetzt wo ich motiviert bin, kann das Weiterarbeiten beginnen. Zum Schluss sei dem Wunderer über die Gründe des langen Ausfalls neuer Beiträge gesagt: Ich war im Urlaub. In einer der letzten Ecken Europas, die nicht über einen dauerhaften Internetanschluss verfügen. In diesem Sinne,

Ciao Belissimi!

was hier eigentlich los ist

Nebenbei habe ich bereits erwähnt, dass dieser Blog eine Diplomarbeit begleitet. Die letzten zwei Tage habe ich mir endlich die Zeit genommen das Thema der Arbeit für den Blog zusammenzufassen.

Über die Arbeit beschreibt meine Inspiration und die Hintergründe des Themas. Dort wird erklärt, was es mit dem Begriff „Turing-Galaxis“ auf sich hat und warum ausgerecht sie meinen Kopf nicht loslassen will. Auf Projekte bekommt der Leser einen Eindruck davon wie die praktischen Ergebnisse der Arbeit aussehen könnten.

Die Mühe das online zu stellen hätte ich mir nicht gemacht, wenn ich nicht auf Kritik und Anregung hoffen würde. Freu mich schon drauf zerrissen zu werden.

about a boy

Nachdem das mit dem Urknall-Post nicht so richtig geklappt hatt, hab ich die Idee auch gleich ganz gekippt. Wer liest sich denn auch bitte einen blag von Anfang an durch? Also steigen wir mitten ein ins Thema. Heute: Jemand hat mein Konzept geklaut. Bevor ich richtig angefangen hab.

Aaron Koblin gestaltet mit den Möglichkeiten des Internets. Teilwiese zumindest. Neben Arbeiten, die auf der Auswertung von Daten basieren finden sich auf seiner Website zwei kreative Stücke, zu denen er sich Unterstüzung von der anonyme Masse der Internetbenutzer geholt hat – ohne das die einzelnen Nutzer wussten, was genau aus ihrer Arbeit wird. Er teilte eine 100-Dollar-Note in 10.000 rechteckige Stücke auf und aquirierte über Amazons Mechanical Turk 10.000 Menschen, die die einzelnen Elemente nachmalen sollten – ohne den Kontext zu kennen. Ergebniss ist eine 100-Dolar Note. Interpretiert von 10.000 Individuen. Auf der Wobsite des Projekts bauen sich die einzelnen Elemente simultan auf – der Schein scheint gleichzeitig von 10.000 Händen gemalt zu werden. (Ich bin mir durchaus bewusst, dass jeder der 10.000 Maler zwei Hände zur Verfügung hat. Ich bin mir aber raltiv sicher, die vernachlässigbare Minderheit benutzt zwei Hände um seine Maus über den Schreibtisch zu schieben.) Die Idee, übermächtig große Arbeit an die Weisheit der Masse abzugeben, ist nicht neu. Der Sinn dahinter ist es. Amazon bedient sich schon lange des Crowdsourcings um für seine Produkte kategorisieren zu lassen, nicht nach Größe, Preis oder Art, sondern danach, was man noch kaufen können wollte, wenn man sich für ein bestimmtest Produkt interessiert. Das Ziel ist höchstwahrscheinlich Verkaufsteigerung – ganz sicher sein kann ich mir aber nicht, ob Amazon uns einfach nur glücklich machen will, indem es uns sagt, was für ein Produkt uns noch gefehlt hat.

Wer sich für mehr Besipiele interessiert, wie man dieses Crowdsourcing benutzen kann, dem sei das erste Buch ans Herz gelegt, das sich ausschließlich mit dem Thema befasst. Überraschenderweise trägt es den Titel Crowdsourcing. Im Blag des Autors Jeff Hall habe ich den Link zu Aaron Koblin gefunden, den Hall als brilliant chief bezeichnet.

Gestaltung mit den Möglichkeiten der Turing Galaxis, das ist auch ein großer Teil der Arbeit, die mich die nächsten Wochen beschäftigen wird. Das war in meinen Augen etwas neues, unversuchtes. Gestalter zeigten sich bisher sehr resistent gegen die Veränderungen, die mit dem neuen Computerzeitalter daher kommen. Und jetzt find ich Herrn Koblins Website, die dort ist wo ich hinwill. Zunächst war ich deswegen enttäuscht (nicht überrascht). Dann aber gestand ich mir und Aaron ein, dass die Arbeiten des brilliant chiefs zwar gut sind, aber auch noch viel Luft lassen. Mal sehen, mit was sich die füllen lassen wird.

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